Warum Kommunen zunehmend Software für den Gewaltschutz ausschreiben
Mit wachsendem Bewusstsein für Koordinationslücken im Gewaltschutz – die BMBFSFJ-Bedarfsanalyse 2026 verortet übergreifende Strategien bislang nur in 27,3 % der Kommunen – rückt die strukturierte Beschaffung passender Software zunehmend auf die Agenda kommunaler Sozialämter und Gleichstellungsstellen. Anders als bei klassischer Verwaltungssoftware stellt der Bereich Gewaltschutz dabei besondere Anforderungen an eine Ausschreibung.
Typische Anforderungen in Leistungsverzeichnissen
- DSGVO und Art. 9-Konformität: Nachweis über technische und organisatorische Maßnahmen (TOMs) für besondere Kategorien personenbezogener Daten.
- Hosting in Deutschland/EU: Serverstandort und Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO.
- Barrierefreiheit: Konformität mit BITV 2.0 für öffentlich zugängliche Anwendungsteile.
- Schnittstellenfähigkeit: Anbindung an bestehende kommunale Fachverfahren, wo relevant.
- Support-SLA: Reaktionszeiten, insbesondere für sicherheitsrelevante Störungen.
- Referenzen: Nachweisbarer Einsatz bei vergleichbaren Trägern oder Kommunen.
Häufige Stolperfallen bei der Ausschreibung
In der Praxis führen vor allem zwei Probleme zu Verzögerungen: zu allgemein formulierte Datenschutzanforderungen, die im Nachhinein Nachverhandlungen nötig machen, sowie fehlende Klarheit darüber, ob die Software für den operativen Einsatz in Frauenhäusern, für die kommunale Bedarfsanalyse – oder für beides – beschafft werden soll. Diese Unterscheidung sollte vor der Ausschreibung geklärt sein, da sie unterschiedliche Anforderungsprofile nach sich zieht.
Checkliste: Was eine gute Ausschreibung enthalten sollte
- Klare Definition des Einsatzzwecks (operative Fallarbeit vs. kommunale Bedarfsanalyse)
- Konkrete DSGVO- und TOM-Anforderungen, nicht nur allgemeine Verweise
- Angaben zu Hosting-Standort und Auftragsverarbeitung
- Definierte Support- und Reaktionszeiten
- Anforderungen an Schulung und Einführungsunterstützung
- Referenzanforderungen an vergleichbare Träger/Kommunen
Wie SafeNet Kommunen in diesem Prozess unterstützt
SafeNet bietet Kommunen und Trägern auf Anfrage individuelle Konditionen und Unterstützung bei der fachlichen Einordnung der eigenen Anforderungen – unabhängig davon, ob eine Ausschreibung bereits läuft oder gerade erst vorbereitet wird. Kontakt aufnehmen.
Fazit
Eine gut vorbereitete Ausschreibung spart im Beschaffungsprozess Zeit und verhindert Nachverhandlungen bei sicherheitskritischen Anforderungen. Mehr zu den Funktionen von SafeNet.
Quelle: BMBFSFJ, Bedarfsanalyse zur Prävention geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt, veröffentlicht 22.01.2026.



